10. November 2010

Zwetschgenbaum


Prunus domestica – Prunier Quetsche – Zwetschge
Busch - Er steht im Ostgarten

Auch ein sehr altes Kulturgewächs. Ob sie vor 2000 Jahren aus der Damaszener Pflaume, der Kirsche oder Schlehe hervorging ist unbekannt. Das Wort Zwetschge soll eine Verballhornung der Damascener stammen. Damaskus war der Ursprung des Pflaumenhandels.

In China feiert man nicht nur Kirschblütenfeste sondern auch Pflaumenblütenfeste. Seit dem 8. Jahrhundert gehört die Pflaume mit der Orchidee, dem Bambus und der Chrysantheme zu den „vier Edlen, Vorbildlichen“.

Als erstes denke ich da an Zwetschgen direkt vom Baum plücken – ungespritzt! Und natürlich an Zwetschgen-Kuchen und an Wespen ;-).

Zwetschgen enthalten viel Vitamin A, B und C und Kalium. Dadurch sind sie gut für die Nerven und den Stoffwechsel.

Ein altes Heilmittel sind sie auch. Sie werden am Abend eingeweicht und morgens solo oder zum Müsli gegessen. Die Zwetschgen enthalten viel Pektin. Das quillt auf und macht den Stuhl weich. Aber auch bei Nierenerkrankungen, Gicht, Rheuma und Leberproblemen sollen die eingeweichten Zwetschgen helfen.

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Den Zungenbrecher kennt sicher jeder:

Zwischen zwei Zwetschgenbäumen zwitschern zwei Schwalben


Und den Kinderreim auch:


Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen, der hebt sie auf, der trägt sie nach Haus, und dieser kleine Schlingel, isst sie alle auf.

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