14. April 2011

Carum carvi - carvi - Kümmel

Kümmel ist in Vorderasien und den Mittelmeerländern beheimatet. Die Verbreitung erstreckt sich heute bis nach Europa und Sibirien. 

Kümmelfrüchte wurden in Ausgrabungen von Pfahlbauten gefunden, die sich auf 3000 v. Chr. zurückdatieren lassen. Seine Verwendung in der Küche lässt sich bereits in dem Apicius zugeschriebenen Kochbuch De re coquinaria nachweisen, das wahrscheinlich im 3. Jahrhundert n. Chr. entstand. Von Plinius dem Älteren und Pedanios Dioscurides wird erwähnt, dass Kümmel angebaut werde.

Kümmel ist eine zwei- bis mehrjährige, bis zu 1 m hohe Pflanze mit 2-3-fach gefiederten Blättern. Sie wächst bevorzugt an Wiesen- und Wegrändern. Kleine weiße bis schwach rose gefärbte Blüten stehen in 8-16-strahligen Dolden, die Hülle fehlt meistens. Die Pflanze trägt kleine trockene, dunkelbraune Früchte. Diese den eigentlichen Kümmel darstellenden Pflanzenteile werden manchmal auch fälschlicherweise als Samen bezeichnet. 

Am besten sät man Kümnmel im Jui/August aus, die einjährige Form jedoch bereits im April/Mai. Die Samen des Lichtkeimers nur dünn mit Erde bedecken. Wenn der Standort passt, versamt sich Kümmel von selbst.

Sobald sich die Samen zwischen Juli und September braun färben, schneidet man die Stängel, bündelt sie zu Sträußen und hängt sie kopfüber zum Trocknen auf. Die reifen Körner sanft ausschütteln. Man kann auch frische Blätter für die Küche ernten.

Kümmel wirkt verdauungsfördernd, krampflösend und hilft als Tee (Körner leicht zuerstoßen) genossen, bei Magen-Darm-Beschwerden. Er macht deftige Kohl- und Fleischgerichte bekömmlicher und würzt delikat Quark, Käse und Brot.


8.4.11
 Ich setze den Kümmel zu den Kartoffeln. Er soll ihnen gut tun.

Keine Kommentare: