22. April 2011

Phlox divaricata "Clouds of Perfume" - phlox - Flammenblume

Der "Blaue Phlox" erhebt bereits im April seine aufstrebenden Blütentriebe aus niederliegenden, an den Knoten wurzelnden, nahezu immergrünen Blatttrieben. Die an den Spitzen der aufrecht wachsenden Blütentriebe dicht an dicht erscheinenden wohlgeformten Blüten weisen je nach Sorte eine Farbpalette von Weiß über verschiedene Blautöne bis zu Pink und Violett auf. Die frühen Sorten haben ihren Blüteschwerpunkt in der zweiten Aprilhälfte; später blühende Sorten entfalten ihre Blütenpracht in der ersten Maihälfte. Durch extrem milde Winter und/oder ein sehr warmes Frühjahr kann sich die Blütezeit auch weiter nach vorn verschieben. Die an den aufrechten Blütentrieben erscheinenden trugdoldigen Blütenstände wirken schwebend. Sie haben besonders in der Abenddämmerung einen starken Duft. Dann verströmt "Sweet William", wie der Wald-Phlox in Amerika genannt wird, einen intensiven, betörenden Duft, der an Geißblatt oder auch Flieder denken lässt. Die Phlox-Divaricata-Sorten duften alle. Besonders intensiv ist der Duft jedoch bei den Sorten 'White Perfume' und 'Clouds of Perfume'. Für kleine Frühlingssträuße sind die duftenden Blüten unentbehrlich.

Mit Wuchshöhen je nach Sorte zwischen 30 und 50 cm lässt sich Phlox divaricata mit zahlreichen anderen Stauden und Zwiebelblühern vergesellschaften. Auch Farne sind geeignete Pflanzpartner, denn sie bevorzugen ebenfalls humosen, nicht zu trockenen Boden und gedeihen, einmal eingewachsen, auch an halbschattigen Plätzen sehr gut.
In seiner nordamerikanischen Heimat südlich der großen Seen tritt Wald-Phlox gern in lichten Wäldern und an den Hängen von Tälern auf. Im Garten bevorzugt er halbschattige, frische Standorte mit lehmigen, nicht zu nährstoffarmen Böden. Er gedeiht auch in der vollen Sonne und blüht dort überreich, jedoch setzt dieser Standort im Frühjahr hohe Niederschläge oder eine ausreichende Bewässerung voraus. Frühjahrstrockenheit wird nicht vertragen. Sommertrockenheit ist dagegen kein Problem, da Wald-Phlox nach der Blüte bis zum Herbst ohnehin eine Ruhepause einlegt.
Wie alle Phloxe liebt Wald-Phlox tief aufgelockerte, humose Böden und mag keine Staunässe. Von Nachbarpflanzen möchte er nicht so stark bedrängt werden. Nach der Blüte die Pflanzen bitte bis zum Boden zurückschneiden - dadurch erhalten Sie vitale, sortenreine Pflanzen. Leider ist der frische Austrieb im Frühjahr ein Leckerbissen für Schnecken. Davon abgesehen ist Wald-Phlox sehr gesund und nicht anfällig für Mehltau oder Älchen.

Im Sanspareil-Garten wächst er im  linge-Kreis, dem Kräutergarten, in voller Sonne. Wir haben allerdings eine hohe Winter- und Vorfrühlings-Feuchtigkeit, so dass er nicht zu trocken steht, da er durch die milden Winter früher blüht. Im Sommer ist es dann sehr trocken, aber da macht es ihm nichts mehr aus.

20.4.11


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