8. April 2011

Ruta graveolens - rue officinale - Weinraute

Die Weinraute galt im Mittelalter als mächtiges Zauberkraut. Sie half gegen den bösen Blick und wurde zur Teufelsaustreibung verwendet. Ihr Blatt findet sich auch als Emblem auf Wappen. Vermutlich stammt sie aus dem mediterranen Raum. Heute trifft man sie auch wild in deutschen Weinbergen an. Die Pflanze verströmt an heißen Tagen einen bitter-würzigen Geruch. Ihr besonderes Merkmal ist das blaugrüne Laub, das bei der Sorte "Jackman's Blue" besonders intensiv ausfällt.

Sie wächst bei uns im Linge-Kreis.

7.4.11


Die Staude wird 50 - 70 Zentimeter hoch und bildet reich verzweigte, wenig verholzende Büsche. Das immergrüne Laub ist zierlich gefiedert und auffallend blaugrün. An den Zweigspitzen im Juni/Juli erscheinen gelbe Blüten.

Durchlässige, sandige, nach Möglichkeit kalkhaltige Erde und ein vollsonniges, geschütztes Plätzchen wünscht sie sich.

Jungpflanzen im Frühjahr setzen. Nach dem Einwachsen ist die Weinraute ausgesprochen pflegeleicht. Schneidet man sie nach dem Winter zurück, fördert dies einen buschigen Wuchs. In rauen Gegenden Winterschutz aus Reisig oder Laub geben.

Einzelne junge Blätter kann man ständig ernten. Achtung: Neben den heilkräftigen Inhaltstoffen enthält die Pflanze auch giftige. Vorsichtig und nur in geringen Mengen verwenden.

Das bittere Aroma der Blätter veredelt viele Salate, Suppen, Soßen, Fleisch- und Fischgerichte. Es würzt sogar den italienischen Grappa. 

Als Heilpflanze wirkt die Weinraute gefäßerweiternd, krampflösend und magenstärkend. Nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden.

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