19. Mai 2011

Leptinotarsa decemlineata - Doryphore - Kartoffelkäfer

Wikipedia berichtet:

Der 7 bis 15 Millimeter lange Kartoffelkäfer ist gelb, wobei sein Halsschild schwarze Flecken aufweist und sich auf den Flügeldecken zehn dunkle Längsstreifen befinden. Bei Gefahr kann der Kartoffelkäfer ein Wehrsekret ausscheiden; seine auffällige Färbung wird daher als Warntracht gedeutet.

Der Kartoffelkäfer und seine Larven ernähren sich von Teilen der Kartoffelpflanze (und anderen Nachtschattengewächsen). Daher auch der Name „Kartoffelkäfer“. Kartoffelkäfer können innerhalb kurzer Zeit ganze Felder kahl fressen.

Die Käfer legen im Juni an den Blattunterseiten der Kartoffelpflanze jeweils Pakete von 20 bis 80 gelben Eiern ab. Insgesamt sind es pro Weibchen etwa 1200 Eier. Aus den Eiern schlüpfen nach 3 bis 12 Tagen die Larven. Sie sind rötlich und haben an den Seiten und am Kopf schwarze Punkte. Die Larven wachsen sehr schnell heran und häuten sich dreimal. Nach 2 bis 4 Wochen kriechen sie in die Erde, um sich dort zu verpuppen. Nach ungefähr zwei weiteren Wochen schlüpfen die Kartoffelkäfer, die jedoch noch mindestens eine Woche im Boden bleiben. Pro Jahr treten ein bis zwei Käfergenerationen auf. Die Kartoffelkäfer überwintern im Boden.

Hilfe - die sehen fast aus wie Marienkäfer-Larven




























Von Hausgarten ist der Tipp:

Wenn man Kartoffeln in seinem Garten anpflanzt, sollte man einige Kümmelpflanzen dazwischen pflanzen. Die mögen Kartoffelkäfer nicht. Auch Schädlingsschutznetze helfen, nicht nur gegen gefräßige Maden, Raupen und Käfer. Sie vermindern auch Hagelschäden und unterbinden Wild- und Vogelfraß. Licht, Luft und Wasser können aber ungehindert hindurchdringen. Für große landwirtschaftliche Nutzflächen ist dieser Schutz nicht geeignet. Die Flächen sind einfach zu groß, um sie sicher abzudecken.

Vorbeugende Maßnahmen: Zur Pflanzenkräftigung kann man mit Brennnessel- Algen Kombi und oder Gesteinsmehl spritzen. Auch Brennnessel- und Rainfarnjauche spritzen soll die Pflanzen kräftigen. Kupferhaltige Pilzbekämpfungsmittel zeigen eine abwehrende Wirkung auf Kartoffelkäfer. Wenn man keine große Anbaufläche hat, kann man die Käfer auch absammeln. Die Larven können auch mit Gesteinsmehl überstäubt werden. So werden sie abgetötet.

Stand 17.5.11 - noch keinen Käfer gesichtet.

1 Kommentar:

schweizergarten hat gesagt…

Danke für diese tollen Infos! Rainfarn probiere ich aus! Dieses Jahr hat mein Sohn die Kartoffeln in das grosse Weinfass gesetzt - eine riesige Ernte wird es sowieso nicht werden.
LG Carmen