24. Juli 2011

Petroselinum crispum subsp. tuberosum - Wurzelpetersilie

 Wir haben Wurzelpetersilie im Hochbeet angebaut. Sie hat lange gemickert, steht aber jetzt, im Juni, kräftig und gesund da. Wir werden bald ernten.

7.6.11

Am 10.7.11 habe ich probeweise einige Wurzeln geerntet. Sie sehen nicht so toll aus, aber sie schmecken.




 Wikipedia informiert:

Es handelt sich um eine zweijährige krautige Pflanze. Die Blätter vertragen kaum Frost, die Wurzel übersteht jedoch starke Fröste gut. Die Blätter der Wurzelpetersilie sind der glatten Schnitt-Petersilie sehr ähnlich, werden jedoch größer. Die Petersilienwurzel ist weiß mit brauner quer verlaufender Ringelung und weißem Fleisch. Sie ähnelt stark der Wurzel der Pastinake, ist jedoch im Schnitt ein kleines bisschen dünner.

Die Wurzelpetersilie wurde ursprünglich hauptsächlich im gemäßigten Klima von Mittel- und Nordeuropa angebaut. Heute wird sie weltweit im Freiland oder im Gewächshaus gezogen.

Am besten sind Böden, die locker und durchlässig sind, auch der Ernte wegen. Ausgesät wird im März bis April. Für das wärmere Klima im Mittelmeerraum ist die Aussat im Oktober erfolgversprechender.  Von Aussaat bis Keimung vergehen 15–20 Tage. Wurzelpetersilie keimt langsam und eher unregelmäßig. Beginnt das Wurzelwachstum, benötigt die Kultur deutlich mehr Wasser. Sind die Wurzeln nicht gewaschen, können sie gut und lange wie Karotten unter 2 °C gelagert werden. Bei höheren Temperaturen werden sie sonst schwammig. Gewaschen hält sie etwa drei Wochen, in feuchten Sand eingelegt bis zu sechs Monate.

Wegen ihrer Selbstunverträglichkeit sollten Sie eine ausreichende Fruchtfolge einhalten rsp. Petersilie sicherheitshalber jedes Jahr auf einem anderen Beet anbauen.

 Krankheiten:
Wurzelpetersilie wird am meisten von Gierschblattlaus auf den Blättern befallen, die die Blattaktivität stören und Viren übertragen können. Durch die Möhrenfliege, die jedes Jahr zwei bis drei Generationen entwickelt, wird die Rübe der Wurzelpetersilie befallen. Die Maden der Wurzelfliege fressen dabei rostbraune Fraßgänge. Die Wurzeln können nicht mehr verkauft werden. Das Blatt wird durch die Pilze Septoria, Alternaria und Echter Mehltau mit Flecken durch Fleckenbildung und vermindern die Blattfläche. Durch die geringere Blattfläche werden weniger Zucker und Stärke in die Wurzeln eingelagert, was schließlich den Ertrag mindert. Seltener sind auch im Boden lebende Wurzelnematoden zu finden, die Verdickungen an den Seitenwurzeln verursachen und damit die Wasseraufnahme hemmen. Auch dadurch wird das Rübenwachstum verringert.

 In der Küche:
Wurzelpetersilie hat einen intensiven, leicht süßlichen Geschmack, ähnlich dem der Pastinake, doch kräftiger. Er ähnelt auch dem von Knollensellerie. Sie wird häufig zum Würzen von Suppen und Gemüseeintöpfen verwendet und als Bestandteil des Suppengrüns. Auch als Kochgemüse schmeckt die Wurzel lecker, wenn man sie beispielsweise mit Waldhonig glaciert und mit Weißweinessig abschmeckt.
Die Blätter der Petersilienwurzel kann man wie die der glatten Blattpetersilie verwenden.
Sie kann auch zu Cremesuppen verarbeitet werden. Geraffelt ist Wurzelpetersilie für Rohkostsalate geeignet.

Inhaltsstoffe:
Pro 100 g Frischgewicht der Wurzel sind 88 % Wasser, 2,8 g Eiweiss, 0,6 g Fett, 2,3 g Kohlenhydrate, 20 kcal Energie, 39 mg Kalzium, 12 mg Natrium, 0,85 mg Eisen und 41 mg Vitamin C enthalten.

Die Lagerung der Wurzeln erfolgt wie bei den meisten in Mitteleuropa angebauten Wurzelgemüsearten unter 2 °C. Die wenig frostempfindlichen Wurzeln können auch draußen im Boden überwintert werden, wo sie am besten frisch bleiben.

Keine Kommentare: