12. August 2011

Sedum rupestre - Orpin des rochers - Tripmadame, Felsen-Mauerpfeffer

Eine Kulturform des Felsen-Mauerpfeffers, die hin und wieder als Gewürz- und Salatpflanze kultiviert wird, ist als "Tripmadame" bekannt. Der Name "Tripmadame" oder "Dickmadame" spielt genauso wie "Fetthenne" auf die dicken, fleischigen Blätter an.

Wie alle Dickblattgewaechse, speichert die Tripmadam in ihren fleischigen Stengeln und Blaettern Wasser und vertraegt deshalb Trockenheit. Tripmadam ist absolut winterfest, bleibt auch im Winter blaugruen, verliert also keine Blaetter und kann auch im Winter geerntet werden. Die einzige Einschraenkung ist, dass von gerade bluehenden Tripmadamsprossen nichts geerntet werden darf.

Tripmadam ist besonders in Frankreich beliebt.

Man erntet das ganze Jahr ueber. Nie die bluehenden Triebspitzen mitverwenden. Tripmadam laesst sich nicht trocknen. Tripmadam kann man einfrieren.

Es schmeckt saeuerlich und leicht adstringierend (=zusammenziehend) schmeckt am besten zusammen mit Butter, z.B. bei jungen Schwenkkartoffeln und bei kraeutersossen. Es ist besonders als Rohkostgewuerz geeignet: zusammen mit Schnittlauch und Kresse in Rohkostplatten und Diaetplatten.

Zum Wuerzen von Kopfsalat und Gemuesesalat nimmt man nur die zu Mus
zerdrueckten Tripmadamblaetter.

Triebspitzen und Blaetter frisch zu Eierspeisen und an Kraeutersossen.
Auch die jungen Stengel. Konservierung in Essig ist moeglich.

In kleinen Mengen gehoert Tripmadam auch an Rindfleischgerichte und in
gruene Kraeuter- und Gemuesesuppen.

Früher wurde Tripmadam als Spinat zubereitet und als Sauergemuese eingelegt.
Die Samen werden oft von Wasser (Regentropfen) aus den Balgfrüchten herausgeschwemmt. Zuweilen brechen Sprossteile ab und bewurzeln anderswo. Es ist eine Futterpflanze für den Roten Apollo (Parnassius apollo und für den Nachtfalter Acronicta euphorbiae.

Im Sanspareil-Garten wächst Tripmadame entlang der Hauswand, um diese vor Regen zu schützen und am Zaun zur Nachbarin, um Unkraut fernzuhalten.



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