27. November 2011

Herbst an der Atlantikküste





Der Herbst zeigt sich bei uns optisch nicht so deutlich. Es gibt wenige Bäume und so schöne Nebelansichten, wie im Gebirge, haben wir auch nicht. Das Meer



verändert sich gegenüber dem Sommer nicht.  Zumindest tagsüber. Frühmorgens und spätabends war ich in der kühleren Jahreszeit noch nie am Strand. Der Badestrand ist nicht maschinengepflegt, aber Kinderspielplatz ist er immer noch. Im Sanspareil-Garten gibt es zwei Sträucher mit schöner Herbstfärbung, das sind  die Heidelbeere



und die Aronia.



Beide sind, wie der ganze Garten, noch jung.

Die Camelia sasanqua x hiemalis sparkling


hat ihren großen Auftritt und einige Gehölze haben ihren im Winter. Durch die überwiegend wintergrünen Gehölze, verändert sich auch der Garten nicht völlig.

Die große Herbstveränderung ist die Veränderung des Tagesablaufs. Unser Wohngarten ist nach Norden gelegen und deshalb in der überwiegenden Zeit des Jahres zu genießen. Momentan aber sucht man eher die Sonne. Diese finden wir auf der Ostterrasse, aber nur bis 16 Uhr. Dort kann man immer noch im kurzärmeligen T-Shirt sitzen und den Schmetterlingen zusehen wie sie sich an den Chrysanthemen berauschen. Chrysanthemen konnte ich früher gar nicht leiden. Jetzt habe ich mir vorgenommen noch viel mehr davon zu pflanzen.









 
Im Sommer mache ich morgens frühzeitig meine Gartenarbeit. Spätestens um 10 Uhr wird es zu heiß dafür. Mittags lege ich eine längere Sieste ein, am frühen Abend folgt noch ein bißchen Lustarbeiten im Garten. Kochen, essen, ruhen, manche Hausarbeit tätige ich im Freien, in unserem schattigen Nordgarten.
Im Herbst ist der angenehmste Aufenthalt im Garten von 10 bis 16 Uhr. Mittags eine Sieste zu halten ist viel zu schade, ich lege mich jetzt um 16 Uhr noch ein bißchen zur Ruhe. Noch immer ernten wir täglich Erdbeeren, Feijoas und Physalis, Karotten, Sellerie, Salat und Kräuter.

Ich empfinde den Wandel der Jahreszeiten als sehr angenehm. Aktuell freue ich mich über unsere Vorräte aus dem Garten und darauf, dass andere Aktivitäten wieder zu ihrem Recht kommen, wie nähen, weben, stricken - und, aktuell, Sterne basteln und Plätzchen backen. Andere Gerichte kochen und essen, unseren kleinen Holzofen genießen usw.

1 Kommentar:

Clara hat gesagt…

Liebe Sigrid,

Sehr interessant, von einem Tagesablauf an der Atlantikküste zu lesen: Ein durchschnittlicher Sommertag verläuft bei mir ähnlich - Pause tagsüber, usw.

Finde es beeindruckend, wie positiv und produktiv Du den Wintermonaten entgegensiehst.

Viel Freude dabei,

Liebe Grüße,

Clara