Garten-Philosophie

Der gestylte Garten kommt mir vor
wie eine Besserungsanstalt für die Natur.
Thomas Hentsch


  • Unser Garten hat zwar eine feste Struktur, aber die Pflanzen dürfen weitestgehend wachsen wie sie möchten
  • Es gibt keine geschnittenen Hecken
  • keine Dekorationen, Gartenzwerge, Elfen u.a. (mit einer Ausnahme: ein Fisch im Trockenbach. Es ist ein Geschenk meines Sohnes, das mich durch mehrere Gärten hindurch begleitet hat)
  • kein Gift
  • der Garten soll uns Köstliches und Wirksames für Küche und Apotheke liefern
  • wir möchten nur Pflanzen verwenden, die mit den Gartenbedingungen zurechtkommen. Das sind hier kalkhaltige Erde, Trockenheit im Sommer und Nässe im Winter
  • als Dünger Komposterde, Brennesseljauche, Gesteinsmehl und Hornspäne

Ich freue mich auf einen Garten der Sinne, auf den Duft der Blüten, die kühle Morgenluft, auf das Matschen in der duftenden Gartenerde, auf zwischernde Vögel, auf das Rascheln der Gräser im Wind, auf die emsigen Bienen und Hummeln, auf die Spannung ob die Gottesanbeterin sich zeigt. Die größte Freude bereitet es mir Pflanzen zu säen und zu beobachten, wie sie gedeihen und wachsen oder auch Hilfe brauchen, ein immer wieder neues Wunder.

Im Garten ist Leben, da lebe ich auf und schöpfe Kreativität, Liebe, Zufriedenheit, Glück. Das Gefühl, sich Frisches aus dem Garten in die Küche zu holen, ist unbeschreiblich. Gartenlust anstatt Gartenarbeit.

Das Allerschönste jedoch ist, den Garten in Zweisamkeit genießen zu können, am Abend bei einem Glas Wein die, zwar gestylte, aber weitgehenst natürliche Natur auf sich einwirken zu lassen und ein Teil von ihr zu sein.